Die Stadt Barth liegt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern am Barther Bodden, genauer gesagt an dessen südlichem Ufer. Der Barther Bodden ist ein Gewässer, das zwischen der Küste des Festlandes und der Halbinsel Darß liegt. Er ist ein Teil der Darß-Zingster Boddenkette und wird hauptsächlich gespeist vom Flüsschen Barthe,. Ganz im Nordosten geht der Barther Bodden in einer sehr engen Öffnung in die Ostsee über. An seiner schmalsten Stelle, beim Örtchen Bresewitz verbindet eine Brücke die Halbinsel Darß mit dem Festland.
Barth ist Verwaltungssitz des Landkreises Vorpommern. Die Stadt hat einen Hafen und den kleinen Flughafen Barth-Stralsund. An das Eisenbahnnetz ist Barth durch die Usedomer Bäderbahn angebunden, mit der man über Stralsund und Greifwald die Insel Usedom erreichen kann. Acht Kilometer südlich der Stadt verläuft die Bundesstraße B 105.
Wahrscheinlich im 13. Jahrhundert entstand auf dem jetzigen Gebiet von Barth eine Marktsiedlung, der bereits Ende des Jahrhunderts das Stadtrecht zuteil wurde. Zu jener Zeit wurde die Stadt auch erstmals urkundlich erwähnt. Im 14., 15., und 16. Jahrhundert stand die Region unter Pommerscher Herrschaft und nach dem 30-jährigen Krieg war sie Teil von Schwedisch-Pommern. Im 18. Jahrhundert erlebte Barth eine Blütezeit durch den hier ansässigen Schiffbau. In jener Zeit besaß Barth 40 Schiffe. Die Segelschifffahrt als solche war damals ebenso eine treibende Kraft für die Entwicklung der Stadt wie die Fischerei. In der neueren Geschichte war Barth lange Zeit das politische Zentrum der Region. Währen des Zweiten Weltkrieges fiel Barth die unrühmliche Rolle als Heimstatt eines Lagers für Kriegsgefangene und eines Außenlagers des Konzentrationslagers Ravensbrück zu. Zu Zeiten der DDR entstanden einige nicht unbedeutende Industriebetriebe, wie der Schiffsanlagenbau Barth, die Saatzucht Barth, ein Betonwerk, eine Brauerei, eine Fabrik zur Verarbeitung von Zuckerrüben, eine Bootswerft und nicht zuletzt die damals sehr bekannte Fischfabrik Barth.
Die Stadt blieb im Krieg weitgehend unzerstört und kann in ihrem Stadtkern einige schöne Bauwerke vorweisen. Zu diesen zählen neben dem Dammtor die St. Marien Kirche und die um den Marktplatz gruppierten Bürgerhäuser. Etwas außerhalb gelegen ist das sehr hübsche Adlige Fräuleinstift. Die Vinetasäule am Hafen soll an die vormals weitläufigen Handelsbeziehungen der Stadt erinnern und verdeutlicht gleichzeitig, dass Barth für sich in Anspruch nimmt, mit der sagenumwobenen untergegangenen Stadt Vineta in Verbindung gestanden zu haben.