Archiv für die Kategorie ‘Reiseberichte’

Blaues Meer – Weißer Strand

Freitag, 25. Februar 2011

Der Betrieb meines Schwiegervaters hatte in Mecklenburg nahe der Ostseeküste einen nicht besonders gut gehenden Landgasthof zu einem Ferienheim ausgebaut, in welchem Betriebsangehörige für kleines Geld Urlaub machen konnten. Lastete die eigene Belegschaft das Ferienheim nicht aus, wurden auch Zimmer an Fremde vermietet. So kamen meine Frau und ich in den Genuss, quasi durch Beziehungen, dort preiswert ein Zimmer zu bekommen. Dies nutzten wir in drei Sommern. Der Ort, in dem das Ferienheim lag, hieß Kenz und lag etwa 6 km südlich von Barth, dem Tor zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, etwas abseits der Landstraße. Die Zimmer waren sauber und ordentlich und an jedem Abend wurden die Gäste von dem bewirtschaftenden Ehepaar bekocht.

Der Betrieb hatte auf der Insel am Strand der Ostsee auch einige, der Zahl der Zimmer angemessene, Strandkörbe angemietet, die von den Feriengästen genutzt werden konnten. Zu jedem Zimmer gehörte also ein Schlüssel zu einem Strandkorb. Wir fuhren dann täglich über Barth auf die Halbinsel. Dabei überquerten wir beim Örtchen Bresewitz per Brücke den Bodden und waren bald in Zingst. Dort bogen wir nach rechts in Richtung Müggenburg ab. Die ganze Fahrt per Auto dauerte nicht länger als eine halbe Stunde. Am Stand von Müggenburg fanden wir dann unsere Strandkörbe vor. Da wir immer Ende August dort hin fuhren und die Sommerferien bereits vorbei waren, war auch der Strand relativ leer. Wir hatten das Meer und den wunderbaren Sandstrand quasi für uns. Den ganzen Tag aalten wir uns in der Sonne und badeten in der Ostsee.

Der Darß weist gerade im Bereich von Prerow und Zingst einen etwa 10 km langen fast weißen Sandstrand auf. Er gehört meines Erachtens zu den schönsten Stränden an der deutschen Ostseeküste und ist mindestens genau so schön wie die Strände von Binz, Warnemünde oder der Timmendorfer Strand. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist, dass dieser Strand wohl immer noch ein Geheimtip ist und deshalb auch nicht so überlaufen. Wer das Glück hat, dort außerhalb der Schulferien Urlaub machen zu können, hat den Hauptgewinn in Sachen Urlaub an der Ostsee gezogen. Wir jedenfalls verbrachten dort in jedem Jahr wunderschöne Urlaubswochen.

Winter an der Ostsee

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Den Winterurlaub an der Ostsee zu verbringen, bedeutet vor allem eins: Ruhe und Erholung. Natürlich ist so etwas ein ganz anderes Erlebnis als ein gewöhnlicher Sommerurlaub. Die Hochsaison ist vorbei, nur verhältnismäßig wenige Touristen sind jetzt vor Ort, die Strände sind leer und auch die Natur hat sich zurückgezogen oder ist vom Frost erstarrt. Es ist die Zeit der langen Spaziergänge über den verschneiten Strand oder entlang der Promenade mit tollem Blick auf die verschneiten Strände. An den Häusern hängen Eiszapfen herab, in denen sich das Licht der Sonne bricht. Die flachen Boddengewässer frieren bei intensivem Frost rasch zu – bald ist hier Eislaufen möglich. Wer mag, kann so den Winterurlaub doch noch zum Aktivurlaub an der Ostsee umfunktionieren. Die Kälte hat die Ostseeküste zu einer Winterwunderlandschaft gemacht. Leider sind die Tage so kurz – da muss man die wenigen Sonnenstrahlen zu Mittag oder am Vormittag nutzen und ein bisschen Licht tanken.
Gerade in dieser kalten Jahreszeit lassen sich viele Gastronomen in der Region Fischland-Darß-Zingst eine Menge einfallen und locken mit jahreszeitlichen und landestypischen Spezialitäten. In schönen Restaurants oder Gaststuben der Hotels offerieren die Wirte Menüs zum Genießen und Bauch vollschlagen.
Und nach dem langen Winterspaziergang entlang der Strände gibt es bestimmt nichts schöneres als einen heißen Tee, eine heiße Schokolade oder eine Kaffeespezialität vor dem warmen Kamin zu genießen.
Ebenfalls zum Aufwärmen wunderbar geeignet: ein Besuch im Wellnessbereich im Hotels im Ferienhaus oder im Freizeitbad an der Ostsee.